Presse

Hamlet, Ophelia und die anderen, 2017

Der Text gelang Cornelia Rainer und Stephan Lack sensibel, Rainers Inszenierung steckt zudem voller mehr als nur geglückter Bilder. (Der Standard) weiterlesen

"Hamlet, Ophelia und die anderen" erkundet das Seelenleben der Jugend. [...]

Regisseurin Cornelia Rainer und Autor Stephan Lack haben den Text zu großen Teilen in moderne Sprache versetzt, die Handlung vereinfacht. [...]

Sie erzählen durch Hamlets Geschichte auch von den (alltäglichen) Qualen der Adoleszenz: Vom Gefühl, nicht verstanden, abgewiesen, nicht ernst genommen zu werden. (Die Presse)

Die Geschichte von Shakespeares Dänenprinzen Hamlet aus der Sicht von Jugendlichen. Text aus dem Original und aus der Schlegel-Übersetzung wird geschickt mit jugendgerecht vereinfachten Dialogen und Passagen ergänzt, die mit "Stell dir vor" beginnen. Stell dir vor, du hast noch nie im Theater einen Shakespeare gesehen. Dann ist diese Version wahrscheinlich ein ganz guter Soft-Einstieg. (Der Falter) zurück

Maramba von Paula Köhlmeier, 2016

Maramba das ist harter Stoff für sehr gutes Theater. Regisseurin Cornelia Rainer lässt dem Stück die Offenheit der Vorlage, führt Fäden zusammen und lässt sie doch lose und vereinzelt im Raum stehen. Die Schauspieler sind unmittelbar, sie sind direkt menschlich und ungeschönt. Kurz: Sie sind grandios. (Vorarlberger Nachrichten) weiterlesen

Die Regisseurin von "Maramba von Paula Köhlmeier. (k)ein Talent zum Glück" hat die siebenundvierzig Prosastücke der Schriftstellerin mit den Mitteln des Theaters in eine Bühnenwelt transponiert, sie in faszinierend vielschichtige, speedige polyphone Rollensprachen umgebaut und all dieses Wortuniversum in abwechselnd atemlos hämmernden wie stillen reflexiven Mono-Dialogen inszeniert. (...) Mit Paulas Erzählungen werden wir als Zuschauer gewahr, dass man mit jeder Geschichte weniger verschwommen wird und dass wir an diesem Abend im Theater des Alten Hallenbads, wie es Cornelia Rainer in einer, ich muss es an dieser Stelle sagen, genialen Inszenierung macht, Zeugen einer bedeutenden Inszenierung werden. (Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft)

Die Regisseurin Cornelia Rainer macht Köhlmeiers Geschichten nun räumlich erfahrbar. Wie beim Polieren der Frucht ist die Bearbeitung nicht Notwendigkeit, sondern Geste. Sie lädt das Polierte auf, mit Wertschätzung und Hoffnung. (Der Standard)

So wie Paula Köhlmeiers Texte in lakonischer, knapper, schnörkelloser und direkter Sprache kleine und große Versuche über Menschen darstellen (...), so fragmentiert die heute gleichaltrige Regisseurin Cornelia Rainer (ebenfalls Jahrgang 1982) alle 47 Prosageschichtne des Maramba Sammelbandes zu einer anderthalbstündigen experimentellen Theatercollage mit fünf Darstellern, die sich monologisierend und dialogisierend quer durch das ganze Obergeschoss des Alten Hallenbads zwischen den Zuschauerreihen und verteilten Spiellinseln zu LiveSound von Instrumenten und Technik bewegen, sich dabei in eingestreuten Videosequenzen auf vier Leinwänden spiegeln und erweitern und dabei eine solch intensive darstellerische Leistung liefern, dass das Publikum nach der Premiere vom Samstag begeisterten Riesenapplaus spendete. (FAZ)

Cornelia Rainer schafft es, über eineinhalb Stunden die Konzentration des Publikums aufrecht zu halten, durch schnelle Dialoge und durch radikale Entäußerung der Gefühle. (Die Neue Vorarlberger Tageszeitung) zurück

Der Diamant des Geisterkönigs, 2016

"Schönes Kopfkino. Cornelia Rainer inszeniert 'Der Diamant des Geisterkönigs' als Psychodrama. (...) Rainer zeigt alles, das unheimliche Märchen, in dem die Politiksatire wetterleuchtet, ohne dass der heitere Anstrich von Sommertheater verloren ginge." (Die Presse) weiterlesen

"Ein bisschen Frühlingsschein im Spiel der Sommerlüfte (...) Von einem gelungenen Auftakt einer neuen Ära lässt sich, im Gutensteiner Frühlingsschein, jedenfalls sprechen." (R. Pohl, Der Standard)

"Prinzipalin Eckert zeigt Volkstheater vom Feinsten.
Cornelia Rainer hat inszeniert. Und zwar mit viel Gespür für Tempo und Timing. Rainer hat den Diamanten präzise geschliffen, sie setzt auf Spaß, wenn sie die Raimund'schen Figuren den Wortwitz ihres Schöpfers allzu wörtlich nehmen lässt, vergisst aber bei all dem Happysound nie auf dessen melancholische Baseline. So gelingen dem Ensemble, das mit viel Spielfreude bei der Sache ist, die lauten wie die leisen Töne." (Mottinger) zurück

LENZ, 2016

"Cornelia Rainer erweckt 'LENZ' zum Leben. Eine Entdeckung. Weniger die des Jakob Lenz, dessen Werk man zwar selten aufführt, als Cornelia Rainer. Eine junge österreichische Regisseurin, die das erste Mal in Frankreich zu Gast ist." (La Liberation) weiterlesen

"Von großem Feingefühl. Eine detailiert ausgearbeitete Inszenierung, phantasievoll und talentiert, zu welche diese junge Regisseurin die Zuschauer einlädt. Sie orientiert sich an Büchners' Novelle Lenz, jedoch ohne etwas zu verletzen. Cornelia Rainer ist hochbegabt, sie repräsentiert, daran lässt nichts zweifeln, eine neue Generation von Regisseurinnen. Das Publikum des Festival d'Avignon weiß dies, und beweist es ihr." (Vaucluse)

"Ein Stürmischer 'LENZ'. Großes Theater"! (La Provence)

"Cornelia Rainer preist Lenz' existenzielle Krise. Unter dem wohlwollenden Blick Cornelia Rainer's findet Lenz in dieser Inszenierung eine würdige, posthume Rehabilitation." (Du théatre par gros temps)

"Mit ihrer Inszenierung 'LENZ' liefert Cornelia Rainer ein Architektonisches Glanzstück ab. Im ständigen Gleichgewicht zwischen Intimität und kollektiver Harmonie. Indem sie sich zwischen einer existenziellen Suche und einem fast metaphysichen Thriller hin und her bewegt, vergegenwärtigt sie mit stets sinnmachender Inszenierung und Bühnenbild, Lenzens Aufenthalt im Steintal. (...) Cornelia Rainer nimmt sich Zeit für Figuren, um Beziehungen zu finden, definiert mit einer bemerkenswerten Stärke deren Persönlichkeit, manchmal verstört und doppeldeutig.(...) Ihre Textarbeit ist von seltener Beherrschung und bezeugt konsequenteste Recherchen. Und alles wird Musik. Von der Achterbahn bis hin zu den Tellern und Stühlen, bis der Abend schließlich in einem großen Finale des Schlagzeugers endet. Dann Stille." (Rick et Pick)

"Eine großartige Rückkehr in eine raue Vergangenheit, eine Reise in unsere Zeit. Die Qualen eines Schrifstellers gefangen in seinen existenziellen Fragen, dies ist der anziehende, geheimnisvolle Vorschlag und zugleich die unermüdliche Haltung der jungen, scharfsichtigen Regisseurin Cornelia Rainer, Theaterfrau und der Musik, welche die Seelengeständnisse und die Verpflichtungen eines jeden Bürgers seiner jeweilgen Zeit anspricht, ganz gleich ob Ende es 19. oder Anfang des 21. Jahrhunderts." (Hottello.com)

"Eine minutiöse Arbeit in einer perfekt Arrangierten Bühne." (Rhinoceros)

"Die junge Tiroler Regisseurin präsentiert eine Inszenierung, die den höchsten Gipfeln die Stirn bietet."
Cornelia Rainer hat eine Adaption der klügsten und veführerischen Texte geschaffen. Das Resultat ist bemerkenswert. Es gibt eine große Lebendigkeit in dieser Inszenierung. Diese Regisseurin ist zu verfolgen, denn ihr Lenz ist eine perfekt komponierte Aufführung. Die Beherrschung der Schauspielführung, alle stets im Einklang, der Einsatz der Live Musik von Julian Sartorius, die Bespielung des Bühnenbildes, welches innere Berge und Qualen des Poeten symbolisiert, machen aus dieser Aufführung einen Erfolg. (Kourandart)

"Begeistert gefeiert wurde auch das theatrale Porträt des Dichters 'Lenz' von Cornelia Rainer, 2012 als Auftragswerk der Salzburger Festspiele uraufgeführt und in Avignon auf Deutsch zu erleben." (General Anzeiger Bonn)

"Die Schauspieler ergänzen sich wunderbar, sind mit Freude bei der Sache und spielen mit einer Leichtigkeit und Natürlichkeit, die das schwere, traurige Thema ausgleichen und lebendig wirken lassen. In knapp 100 Minuten wird Lenz' Schicksal auf diese Weise verdichtet und in konzentrierter Atmosphäre unterhaltsam und berührend erzählt." (Hamburgische Dramaturgie) zurück

Pünktchen und Anton, 2015

"Knirps, glotz nicht romantisch. Famoses Spiel: Erich Kästners 'Pünktchen und Anton' im Kasino des Burgtheaters." Rainer beliefert die Wiener Burg mit einer Arbeit im Geist des verrückten Film-Dänen Lars von Trier. Sie riskiert viel und gewinnt alles." (Ronald Pohl, Der Standard) weiterlesen

Wien – In Erich Kästners Kinderbuchklassiker Pünktchen und Anton spukt ein Gespenst. Es ist der Geist des Aufruhrs. Da ist auf der einen Seite Pünktchens (Adriana Gerstner) unvorstellbar reiche Familie. Die Pogges verdanken ihr Vermögen der Herstellung von Spazierstöcken. Anton (Florian Klingler) wiederum lebt bei seiner kranken Mutter, die sie beide mit Näharbeiten über die Runden bringt. Für Kinder sind soziale Schranken nichts wert. Das sieht auch die aus Lienz gebürtige Regisseurin Cornelia Rainer ein. Ihre Kästner-Adaption für Kinder ab sieben Jahren spielt im hohen, weitläufigen Gebäude des Kasinos auf dem Schwarzenbergplatz.

Großstadtluft Bertolt Brechts
Ihr Kästner atmet die belebende Großstadtluft Bertolt Brechts. Anstatt die Wohnung der Pogges umständlich aufzubauen, hat sie die Umrisse der Zimmer mit weißem Band abkleben lassen. Von Triers Dogville grüßt herzlich (Bühne: Sarah Haas). Auf der gegenüberliegenden Seite haust Antons schmerzverzerrte Mutter (Dunja Sowinetz). In der Mitte aber tippt und doziert der Dichter. Martin Schwab gibt im Gehrock den reizendsten Spielleiter ab. Er ist sich nicht zu schade, Domestiken zu verkörpern oder als Antons Lehrer ein Feuer der Zurechtweisung abzubrennen.

Episches Theater für die Kleinen
Indem Rainer die Kinder wie mündige Zuseher behandelt, gelingt ihr ein famoses Kunststück: Kein Knirps glotzt romantisch. Man muss eisern durchhalten. Zweieinhalb Stunden sind keine Kleinigkeit. Aber man bekommt bedeutende Schönheiten mitgeteilt. Da wäre vor allem der chaotische Haushalt der im Geld ertrinkenden Pogges. Der Hausherr (Dirk Nocker) tanzt förmlich auf dem Hochseil der Überforderung, ihm zur Seite steht eine überdrehte Frau (Christina Cervenka). Episches Theater für die Kleinen? Kann man machen, wenn man es zustande bringt. Cornelia Rainer und ihr Team schaffen das im Nu. (Der Standard, Ronald Pohl)

"So klug und herzerwärmend ist Theater für Kinder selten." (Kurier)
"Erich Kästner hätte gewisse seine Freude gehabt. Denn mit der Bühnenadpation des Bühnenklassikers Pünktchen und Anton gelingt dem Wiener Burgtheater die sprichwörtliche Quadratur des Kreises: Großes Theater für die Kleinen". (ab 7 Jahren).

Denn Regisseurin Cornelia Rainer hat in ihrer Fassung Kästner gut und liebevoll gestrafft, dabei andere Werke wie "Das doppelte Lottchen" oder auch Biografisches aus Kästners Leben hinzugefügt und das Ganze sanft in die Gegenwart transferiert. Dass ältere Jahrgänge sich zudem über ein Spiel mit dem Theater auf dem Theater freuen dürfen, ist ein weiterer Pluspunkt. Und dass die Sozialkritik ohne Holzhammer daher kommt, ist auch Atout dieser zweieinhalbstündigen (mit Pause) Produktion, die ohne bombastische ihr Auslangen finden. Wohnung oder Straßen werden da mit Grundrissplänen und wenigen Versatzstücken (Betten, Schreibtisch, Kühlschrank, Bänken oder Flatscreen) angedeutet, auch Sarah Haas (Bühne und Kostüme) setzt auf die Fantasie der Zuschauer. Und Erich Kästner - der lebenswürdig – hinreißende Martin Schwab schlüpft in mehrere Rollen – führt als Spielleiter durch das Geschehen. Reich uund Arm, Gut und Böse – Kästners Plädoyer für ein kindgerechtes, für alles lebenswertes Weltenparadies kommt auch dank eines sicheren Kinderorchesters bestens zur Geltung. Gespielt wird auf sehr hohem Niveau: Vor allem Adriana Gerstner – die Darsteller der Kinderrollen alternieren – ist ein sehr präsentes, quiriliges ja sympathisches Pünktchen. Auch Florian Klingler als Anton und Merlin Milinci als Klepperbein beweisen als Kids von heute viel Talent. Kompliment an alle Beteiligten. (Kurier)

"Zeitloser Brückenschlag." (Tiroler Tageszeitung)
"Die jungen Zuschauer (ab sieben Jahren) zeigten sich den inklusive Pause zweieinhalb Stunden dauernden Abend über stets aufmerksam und am Schluss anhaltend begeistert. Keine Effekte führen manchmal also doch zum größten Effekt."

Lars von Triers "Dogville" werden die jungen Besucher, die am Samstagabend zur Premiere von Erich Kästners "Pünktchen und Anton" ins Burgtheater-Kasino gekommen sind, wohl nicht kennen; Wohnungs-Grundrisse wahrscheinlich ebenso wenig. Egal. Fest steht: In dieser Inszenierung von Cornelia Rainer ist Fantasie gefragt. Eine erfreuliche Antithese zum gerne mit Ausstattung überladenen Kindertheater.

Nein, das hier ist keine "Schneekönigin", wie sie Annette Raffalt im Vorjahr mit viel Pomp im nahen Akademietheater auf die Bühne geklotzt hat. Die großbürgerliche Wohnung, in der Pünktchen mit ihren lieblosen und gehetzten Eltern lebt, ist mit weißem Klebeband auf dem schwarzen Bühnenboden skizziert, die Küche ist mit einem Kühlschrank, das Wohnzimmer mit einem Esstisch und das Kinderzimmer mit einem Bett mit provokant darüber stehendem Flatscreen angedeutet. Und auch die vor dem elterlichen Haus liegende Straße heißt einfach "Straße". Als Kulisse dient die nackte Kasino-Wand.

Die 1982 in Lienz geborene Regisseurin hat ihrer Bühnenfassung des großen Kinderbuchklassikers aus dem Jahr 1931 ein behutsames Facelift verpasst, ohne das Setting zwanghaft in die Gegenwart zu hieven. Zwar nutzen Anton und sein Freund Klepperbein einmal das Smartphone, um die Telefonnummer von Pünktchens Vater herauszufinden, sie betteln um Euros und ärgern sich, wenn sie nur 50 Cent bekommen, das war es dann aber schon auch an Bezügen zum Jetzt. Der Rest ist ohnehin zeitlos geblieben: Den Reichen geht‘s gut, den Armen und Kranken weniger. Kinder sind von Natur aus "gut" und schlagen arglos Brücken zwischen den sozialen Schichten (zumindest idealerweise).

Und so hält das von seinem Kindermädchen Fräulein Andacht vernachlässigte Pünktchen zu seinem Freund Anton, der für seine kranke Mutter sorgen muss und auf der Straße versucht, Geld mit dem Verkauf von gebrauchten Schuhen und Schnürsenkeln zu verdienen. Und da Pünktchens Eltern sowieso keine Zeit haben, ihrer Tochter Gutenachtgeschichten vorzulesen oder gar mir ihr reiten zu gehen, stopft sie Reitutensilien, Bücher und teure Marken-Klamotten in einen Sack und versucht, das Zeug auf der Straße loszuwerden.

Zusammengehalten wird die geraffte Handlung von der Figur des Schriftstellers, der in der Mitte des Grundrisses über einen Schreibtisch samt Schreibmaschine verfügt und nicht nur zu Beginn in die Handlung einführt, sondern auch mit den Protagonisten in direkten Meta-Dialog tritt. Martin Schwab gibt den warmherzigen, scheinbar allwissenden Herrn mit Gutmütigkeit und einem Hang zur Schusseligkeit. Schwab ist es auch, der in zahlreiche Nebenrollen schlüpft und vom Rendezvous der Haushälterin Berta bis zum Polizisten tapfer einspringt.

Tatsächlich einspringen musste Christina Cervenka für die vor zwei Tagen erkrankte Sylvie Rohrer, die als Pünktchens Mutter vorgesehen war, wie Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann eingangs erläuterte. Cervenka gibt die unnahbare, von gesellschaftlichen Verpflichtungen gehetzte Mutter jedoch trotz der Kurzfristigkeit überzeugend, sodass ihr Bühnenehemann Dirk Nocker es gar nicht so leicht hat, den lieblosen Patriarchen voll auszuspielen.

Das Gegenteil eines Kindermädchens, wie man es sich landläufig vorstellt, ist Adina Vetter als Fräulein Andacht, die der Mutter in Desinteresse am Kind wenig nachsteht. Stattdessen schleppt sie die Kleine auf die Straße, um sich mit ihrem zwielichtigen Freund Robert (Robert Reinagl) zu amüsieren, während Pünktchen mit Anton um die Häuser zieht. Adriana Gerstner und Florian Klingler geben an diesem Abend ein selbstbewusstes, spielfreudiges junges Paar ab - auch wenn man ihnen die Klassenunterschiede nicht ganz abnimmt.

Die nicht nur dem Bühnenbild (Sarah Haas) geschuldete düstere Atmosphäre verstärkt Rainer mit dem Einsatz eines Jugendorchesters, das immer wieder auch ins Spiel mit einbezogen wird. Die jungen Musiker, die u.a. mit einem Cello, einem Fagott und einer Trompete auftreten, fügen sich mit ihrer soliden musikalischen Leistung in das rundum überzeugende Ensemble. Trotz der großen Menge an Text und des dringenden Appells an die Fantasie blieben die jungen Zuschauer (ab sieben Jahren) den inklusive Pause zweieinhalb Stunden dauernden Abend über stets aufmerksam und zeigten sich am Schluss anhaltend begeistert. Keine Effekte führen manchmal also doch zum größten Effekt. (Tiroler Tageszeitung)

"Kleines Theaterglück: Kästner für alle" (Falter)
"Das ist schon ungerecht, dass Pünktchen im schönsten Viertel der Stadt lebt und Anton im schäbigsten. Damit er und seine Mutter über die Runden kommen, muss Anton neben der Schule auch noch arbeiten."

"Antons Mutter lebte nicht, sie nähte", heißt es an einer Stelle. Da ist es schon gut, dass Pünktchen ihm dabei hilft und dass ihr Kindermädchen oft Besseres zu tun hat, als auf sie aufzupassen. Cornelia Rainer hat Erich Kästners Kinderbuchklassiker Pünktchen und Anton fürs Theater adaptiert. Kinder spielen hier die Kinder. Martin Schwab ist ein gütiger Schriftsteller, mit weißem Bart, der durch die Erzählung führt und die Musik wird von einem Kinderorchester gespielt. Eine schöne Inszenierung, die auf starke Vorlage vertaut und sehr viel Spaß macht. Ab sieben Jahren. (Falter)

"Lustvolles Theaterstück für alle" (News)
"Für Kinder nur das Beste: Mit dieser Ansage eröffnete Matthias Hartmann einst die Kindertheaterreiche des Burgtheaters. Das geht nun auch unter geänderter Führung glänzend auf: die junge Regisseurin Cornelia Rainer zeigt mit geringem technischem Aufwand Erich Kästners 1931 verfassten Roman Pünktchen und Anton als lustvolles Lehrstück."

Martin Schwab als kommentierender Dichter eröffnet das Geschehen, das am Ende in einer rasanten Gangsterjagd aufgeht. Die Geschichte vom reichen Mädchen Pünktchen und dem armen Buben Anton wurde klug in die Gegenwart verlegt. Pünktchen ist die Tocher gestresster Unternehmer, die ihr Kind zwar mit einem Flatscreen ausstatten, aber ganz dem Kindermädchen überlassen. Anton greift in Notfällen zum Smartphone seines Freundes. Toll agieren im gut geführten Ensemble die Kinderdarsteller der Premiere, Adriana Gerstner und Florian Klingler. (News)

"Cooles Lehrstück für Kids" (News)
"Die Bühne ist düster, weiße Linien am Boden markieren die Zimmer der Villa der wohlhabenden Fabrikantenfamilie Pogge. Irgendwie erinnert das an die "Dogma"-Bewegung von Thomas Vinterberg und Lars von Trier."

Bühnenbildnerin Sarah Haas bringt damit aber das ideale Szenario für Cornelia Rainers Deutung von Kästners Roman. Pünktchen (Adriana Gerstner), die Tochter wohlhabender Unternehmer, und Anton (Florian Klinger), der armer der für seine kranke Mutter als Straßenverkäufer Geld verdient, sind Kinder der Gegenwart. Pünktchen langweilt sich vor ihrem Flatscreen, Anton telefoniert mit dem Handy und googelt. Mit wenigen Mitteln, wie Licht, Geräuschen und Kostümen, verwandeln sich Zimmer in eine U-Bahnstation, ein Theater und gewähren ein Spiel im Spiel.

Ins Zentrum stellt Cornelia Rainer die Figur eines Erzählers (Martin Schwab), der die Gestalt diverser Figuren annimmt. Er ist gleichsam die Achse, um die sich das Geschehen dreht. In kurzen Dialogen, knappen Szenen entwickelt sich die Geschichte gegen Ende der zweieinhalb Stunden zu einer Art Action-Thriller.

Vom genau geführten Ensemble lässt sich nur Gutes berichten. Brigitta Furgler sticht aus dem Ensemble als Haushälterin Berta hervor. Christina Cervenka war kurzfristig für die erkrankte Sylvie Rohrer als Mutter Pogge eingesprungen und erfüllt die Rolle tadellos. Dirk Nocker ist ihr als stressgeplagter Vater Pogge ein idealer Partner. Dunja Sowinetz als Antons kranke Mutter agiert mit der richtigen Dosis an Dramatik. Adina Vetter als Kindermädchen Frau Andacht und Robert Reinagl als Gauner komplettieren in bestem Format. (News)

"Mangelware Zeit. Kinder spielen in 'Pünktchen und Anton' im Burgtheater Kasino die Hauptrollen." (Wiener Zeitung)
"Die gekonnte Darstellung der Kinderakteure Adriana Gerstner (Pünktchen) und Florian Klingler (Anton), die souverän-sympathische Darbietung von Martin Schwab als Kästners Alter Ego sowie ein 13-köpfiges Kinderorchester garantieren einen vergnüglichen Theaterabend für Kinder ab sieben, inklusive Happy End."

Eines haben Kinder aus armen und reichen Familien gemeinsam: Ihre Eltern haben kaum Zeit für sie. Erwachsene arbeiten ständig - entweder um das schiere Überleben zu sichern oder um die Karriere zu beflügeln. Rund um diese Erkenntnis entfaltet sich Cornelia Rainers kurzweilige Inszenierung von Erich Kästners Kinderbuchklassiker "Pünktchen und Anton" in der Burg-Spielstätte Kasino am Schwarzenbergplatz.

Auf den Bühnenboden sind, wie im Film "Dogville", Wohnungsgrundrisse und Stadtpläne aufgemalt. Wenige Versatzstücken, etwa großer und kleiner Kühlschrank, illustrieren die Unterschiede zwischen Pünktchens Villenwelt und Antons Armeleutedasein. Bei Kästner erwächst aus der Freundschaft zwischen Kindern aus konträren sozialen Sphären ein Gefühl von Gerechtigkeit, der Kriminalfall ist eher Rahmenhandlung.

Die gekonnte Darstellung der Kinderakteure Adriana Gerstner (Pünktchen) und Florian Klingler (Anton), die souverän-sympathische Darbietung von Martin Schwab als Kästners Alter Ego sowie ein 13-köpfiges Kinderorchester garantieren einen vergnüglichen Theaterabend für Kinder ab sieben, inklusive Happy End. (Wiener Zeitung)

"Kleine Kinder und große Weltprobleme" (European Cultural News)
"Eine spannende Vorstellung abseits von Kinder- und Jugendtheater-Klischees, die gerade deswegen so inspirierend ist."

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Der wohl bekannteste Ausspruch von Erich Kästner ist der letzte Satz in der Inszenierung von "Pünktchen und Anton". Derzeit im Kasino am Schwarzenbergplatz, der Burgtheater-Außenstelle, zu sehen. Cornelia Rainer nicht nur für die Regie, sondern auch für eine neue Dramatisierung verantwortlich."

In ihrer Fassung führte sie die Figur des "Schriftstellers" in das Geschehen ein. Unschwer ist zu erkennen, dass damit Erich Kästner selbst gemeint ist. Die soziale Kritik, die auch in "Pünktchen und Anton" vorkommt, ist wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass der Autor, der mindestens zwei Kindergenerationen literarisch prägte, derzeit wieder vermehrt im Kulturgeschehen auftaucht. In dem 1931 erschienen Roman lässt er zwei unterschiedliche gesellschaftliche Klassen aufeinandertreffen. Die reiche Familie Pogge, in der die "Pünktchen" genannte Tochter wohlbehütet aufwächst, trifft auf Frau Gast und ihren Sohn Anton. Antons Mutter wurde operiert und muss immer wieder ins Krankenhaus, sodass während dieser Zeit Anton sich in der ärmlichen Wohnung selbst überlassen ist.

Rainer arbeitet bei den Kindern mit Mehrfachbesetzungen. Bei der Premiere schlüpften Adriana Gerstner und Florian Klingler in die Titelrollen. Adriana gab ein hinreißend quirliges Pünktchen, dem ihre gesamte Familie inklusive der Kinderfrau, Fräulein Andacht, nicht Herr wird. Adina Vetter durfte in dieser Rolle ihr komödiantisches Talent zum Einsatz bringen. Vor allem ihr Vertauschen der Vorsilben ver-, ge- und be- war das ganze Stück über nur zu verzücklich! Die Überzeichnung der Charaktere, die viel zum Verständnis von Pünktchens Nöten beitragen, sind für das Ensemble ein Geschenk.

Dirk Nocker, der als Pünktchens überspannter Vater überzeugt, nervt seine Haushälterin, Frau Berta (Brigitta Furgler), mit der beständigen Frage nach seinen Tabletten. Zwei Tage vor Premierenbeginn erkrankte Sylvie Rohrer, die seine Ehefrau spielen sollte. Christina Cervenka, die als Kindermentorin bei der Produktion mitarbeitete, sprang ad hoc ein. Ihre Performance wirkt alles andere als improvisiert. Mal mit Migräne behaftet, mal in Eile auf dem Weg zum Theater, mal besorgt um ihre Tochter, mal ihrem Mann gute Ratschläge erteilend, saß jede Geste und jeder Satz. Sie bewies mit diesem Auftritt nicht nur Nervenstärke, sondern auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten. Herausragend, wohl auch da er neben seiner Rolle als Schriftsteller noch zig andere verkörpert, agiert Martin Schwab. Ob als Wachtmann oder als Penner, ob als Chauffeur oder Krankenpflegerin – sein Spiel der so unterschiedlichen Persönlichkeiten macht Riesenspaß. Dabei genügt ihm ein veränderter Tonfall oder ein kleines Kostümattribut und schon schlägt der Theaterzauber von Neuem zu.

Rainer nutzte beinahe die gesamte Bühnenbreite. Der Grundriss der beiden gegenüberliegenden Wohnungen ist am Boden markiert – ein Hinweis auf jenen gezeichneten Wohnungsplan, den Fräulein Andacht im späteren Verlauf der Geschichte für ihren Liebhaber Robert erstellen wird. Robert Reinagl, wie ein Strizzi mit Hut, Einstecktüchlein und rosa Sakko als Frauenverführer herausgeputzt, darf am Ende der Vorstellung in einer ganz anderen Verkleidung die Kinder herzlich zum Lachen bringen. Was das ist, wird hier allerdings nicht verraten. Ein hoher Kühlschrank, ein Bett mit Bettzeug, ein großer Tisch mit Sesseln, ein schwarzes Klavier – damit wird die Pogge-Wohnung markiert. Gegenüber ein Bett, zu Beginn sogar ohne Matratze, ein kleiner Eiskasten und ein Sessel, das ist alles, was Familie Gast hingegen aufzuwarten hat. Der schwarze, große Mülleimer vor ihrer Bleibe markiert das schlechte Viertel, in dem sie wohnt.

Die Regisseurin erzählt die Geschichte zu Beginn in langsamem und gut nachvollziehbarem Tempo. Gut so, denn es dauert eine Zeit, bis man sich auf das gleichzeitige Geschehen von allen Beteiligten auf der Bühne eingesehen hat. Durch die permanente Sichtbarkeit der beiden Wohnungen kann das Leben bei den Pogges und jenes bei den Gasts parallel beobachtet werden. Florian Klinger kämpft als Anton für sich und seine Mutter ums nackte Überleben. Mit feinem Sinn für Zwischentöne gelingt dem Jungen die Darstellung von Verzweiflung und Angst, aber auch einer noch jugendlichen Ausgelassenheit, als er mit Pünktchen in wildem Galopp über die Bühne fegt. Sein Schulkamerad und zugleich Erzfeind, Klepperbein, hat eine gänzlich andere Strategie, um mit dem Leben im Großstadtdschungel umzugehen. Merlin Miglinci schlendert breitbeinig seinem Widersacher entgegen und hat großen Spaß daran, auch die Erwachsenen mit seinen ersten Erpressungsversuchen zu erschrecken.

"Erwachsene im Kindertheater nicht mitzudenken, wäre zu kurz gegriffen", erklärte Cornelia Rainer in einem Interview. In ihrer neuen Inszenierung beweist sie, wie schon in ihren Arbeiten zuvor, dass sie sich sowohl dem jungen Publikum als auch dessen Begleitpersonen widmet.

Der Einschub eines vertonten Gedichtes, in dem die Nacht in der Großstadt geschildert wird, gerät dabei zur Sozialkritik ganz in Brecht´scher Manier. Für Kinder wird es vielleicht nur atmosphärisch, für die Erwachsenen aber wohl in mehreren Sinnebenen erfassbar sein.

Es sind zwei Elemente, die diese Inszenierung neben den schauspielerischen Leistungen allerdings zu etwas Besonderem machen. Zum einen die Idee, ein Kinderorchester live spielen zu lassen. Es darf mit einem flotten Marsch, einem Walzer oder einer traurigen Elegie auf der Bühne agieren, oder einmal auch direkt von den Zuschauerrängen aus spielen. Ein Solo auf dem Klavier ist ebenso eingebaut wie ein jazziges mit einer Trompete. Der Charme, der von diesen Auftritten ausgeht, ist nicht allein auf die professionelle Darbietung der jungen Musikerinnen und Musiker zurückzuführen. Vielmehr wird damit das Theater als live performtes Gesamtkunstwerk erlebbar, auch was die Musik betrifft. Zum anderen gelingt Rainer mit einem Trick eine Spiel-im-Spiel-Situation. In dieser kurbelt sie gehörig am Tempo, und bringt mit einer Slapsticknummer nach der anderen das Publikum zum Lachen. Auch die Auflösung jener Szene, bei der Frau Berta die Polizei zu Hilfe rufen muss, strotzt nur so vor Witz und Regieeinfällen.

Ob die Familie Pogge nun tatsächliches "Gutes" tat, im Sinne Erich Kästners geforderter Nächstenliebe, diese Frage bleibt Rainer schuldig. Die Kinder dürfen mit ihren Eltern am Nachhauseweg diskutieren, ob sie Pünktchen und seine Mutter aufgenommen hätten. Oder andere bedürftige Familien; es sind derer nicht wenig, die derzeit in unserem Land Hilfe bräuchten. Eine spannende Vorstellung abseits von Kinder- und Jugendtheater-Klischees, die gerade deswegen auch sehr inspirierend ist.

"In der nächsten Spielsaison ist eine weitere Rainer-Inszenierung für Jugendliche im Kasino des Burgtheaters angesetzt. Hamlet, Ophelia und die anderen." (European Cultural News) zurück

Die 7 Todsünden, 2014

"Regisseurin Cornelia Rainer ging distanziert, scharf ans Werk, hatte in den "Sieben Todsünden" freilich auch die Satire von Bertolt Brecht und Kurt Weill zur Hand." weiterlesen Die Geschichte der in zwei Personen gespaltenen Anna, die auf Geheiß ihrer Familie in amerikanischen Städten Geld für ein Häuschen in Louisiana verdienen muss. Sünde und Tugend, falsches und echtes Gefühl, Verlorenheit und Berechnung sind nicht mehr auseinanderzuhalten, wo der Markt reagiert. Und Liebe? Gibt es die? Nur Unterdrückung. Und über allem Sehnsucht.
Rainer zeigt die bittere Aktualität auf Sarah Haas’ absturzgefährdeter Schräge in perfektem szenischen Tonfall, und den beweist in beiden Werken auch das großartige Kammerorchester Modus 21 unter Erich Polz’ ebenso feiner wie souveräner Leitung. Mona Somm, eine Brünnhilde, Elektra und Lady Macbeth, verblüfft mit authentischem Weill’schem Songstil und Brecht-Kolorit, Korinna Krauss ist ihr bestes Alter Ego. Gut ausgestimmt und köstlich in der bösartigen Scheinheiligkeit der Familie das Vokalquartett Canto­Sonor, professionell das Ensemble. (Tiroler Tageszeitung) zurück

Das Märchen vom alten Mann, 2013

"Bei der 50-minütigen Aufführung führt Rainer mit rhythmischem Feingefühl Regie, die vier Schauspieler und drei Musiker zeigen eine stringente und stimmige Leistung." weiterlesen Das Bühnenbild von Fiammetta Horvat besticht durch schlichte weiße Schiebeflächen und gekonnter Videoübermalung. (Wiener Zeitung)

Erinnerung an die eigene Zukunft
Der Herbst ist ins Land eingezogen und hält auch im "Dschungel", Wiens Theaterhaus für junges Publikum mit einer bemerkenswerten, im Rahmen des Festivals Wien Modern vorgestellten Uraufführung Einzug. Das Musik-Stück "Das Märchen vom alten Mann" geht auf Georg Büchners in Woyzzeck eingebautes Kunstmärchen "Es war einmal ein arm Kind", jene rührenden Zeilen über die Suche eines verlassenen Kindes, das statt des ersehnten Mondes, nur totes Holz und statt der Sonne eine verdorrte Sonnenblume findet. Regie führt die Osttirolerin Cornelia Rainer. Verwoben in Rainers Libretto finden sich Motive aus Hans Christian Andersen oder auch Gedichte wie Rilkes "Herbsttag", die von den Sängern, Schauspielern und Musikern des Ensemble Lux ambitioniert umgesetzt werden. Immer wieder illustrieren an Scherenschnitten erinnernde Bildelemente auf den duchscheinenden Stellwänden der Bühne (Fiammetta Horvat) die Suche eines lange Zeit stummen, alten Mannes (Klaus Huhle) nach seiner Vergangenheit. Zu Beginn angsteinflößender Störfaktor einer Kleinfamilienidylle wird der geheimnisvolle Fremde zum Vertrauten und zur Projektion einer Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit, den Träumen und Ängsten. Dem engagierten Ensemble und nicht zuletzt der assoziativ mit vertrauten Klängen und "neuen" Tönen spielenden Musik ist ein altersloses Kinderstück (empfohlen ab 7 Jahren), gelungen, das das junge wie das erwachsene Premierenpublikum sichtlich beeindruckte.(Tiroler Tageszeitung)

"Das Märchen vom alten Mann" ist eine gelungene Verquickung einer knappen Geschichte von Georg Büchner und mehreren Motiven aus dem Werk H.C. Andersens. Es ist ein Kunstmärchen, ohne simple Moralitäten, stattdessen vom Geheimnis und der Poesie belebt. Erzählt wird vom Vergänglichen und jenem besonderen Zustand, wenn sich alte Menschen wieder der Kindheit annähern. (Junge Kritik)

Das Stück vermittelt den Kindern, dass es in der Welt der Erwachsenen sehr dunkle Geheimnisse gibt, die sich durch Brüche und Ungereimtheiten in der vermeintlich heilen Umgebung ankündigen können. Zu diesen Geheimnissen gehört, dass es Kinder gab und gibt, deren Welt zusammenbricht, was sie für ihr ganzes weiteres Leben prägt. Und dass es Täuschungen gibt, hinter welchen sich der Mond als "ein Stück faul Holz" und die Erde als "ein umgestürzter Hafen" erweisen kann. (Der Standard)

Erstklassig alle Darsteller, die uneingeschränkt wortdeutlich agieren, in keinem Moment zu dick auftragen und im Fall der Familie (Anna-Sophie Kostal, Tom Kofler, Florian Stanek) die kurzen Gesänge mit ausnehmend hübschen Stimmen vorzutragen wissen. Fast durchgehend pantomimisch agiert der "alte Mann" Klaus Huhle teils so berührend und intensiv, dass man sich entsprechender Betretenheit schwer erwehren kann. (...) Lustig ist dieser Stoff zwar nicht, es gibt keine frohe Botschaft und kein Happy End. Und doch und das ist das Entscheidende: Die kleinen Besucher, durchwegs zwischen etwa fünf und zwölf Jahre alt, sind während der 50-minütigen Dauer mit anhaltender Spannung dabei. Sie interessieren sich ZURÜCK für die großen Zusammenhänge als für die Details der Darstellung und die Requisiten. Und nach dem Schlussapplaus tönt eine Vielfalt an Fragen durch den sich leerenden Raum, die zeigen, dass jeder sich so seine eigenen Gedanken gemacht hat und durchaus die verschiedensten, wohl so intendierten Zusammenhänge hergestellt hat. (musicaustriamagazin) zurück

Johanna, 2012

"GE-NI-AL.
Ein wunderbares Stück und vier super Schauspielerinnen, die sich sozusagen eine Rolle teilen und sie aber gleichzeitig vervielfachen, schier unendlich, nämlich allgemeingültig machen. Und wunderbar zusammenspielen – ob in den gemeinsamen chorischen Szenen oder jenen, wo sie nicht synchron, aber exaktest getimt, ineinandergreifend spielen, ob beim Eintauchen in die uralte und doch moderne Vorbild- oder die aktuelle Johanna." weiterlesen
Wofür lohnt es sich zu kämpfen?
Ansatzlos switcht die Figur von der historischen Jeanne d’Arc (Johanna von Orleans, Jungfrau von Orleans) zu einem heutigen ca. 12-jährigen Mädchen namens Johanna. Trotz 600 Jahren, die dazwischen liegen, ist ein Bündel an Grundfragen nicht so viel anders: Wer bin ich? Auf wen höre ich? Woran glaube ich? Woher komm ich und wo will ich hin? Und nicht zuletzt warum?
Vier sind eine und doch viele
Eine Art Drehbühne steht in der Mitte der Bühnenfläche, darauf liegt eine Frau. Drei weitere liegen – in sehr ähnlicher Position – auf dem Rest der Bühnenfläche – außerhalb des Runds – auf dem Boden. Sie alle vier werden zur Johanna – verschmelzen. Alle vier sind die eine Johanna, das heißt eigentlich die zwei Johannas, die Jeanne vor 600 Jahren in Frankreich und die Namenskollegin hier und heute.
Du kannst nix und musst alles
Zu Beginn prasseln aus dem Off so "wunderbare", leider viel zu vielen Kindern und Jugendlichen bekannte Sätze wie "du kannst das nicht, du bist zu dumm, zu klein, zu groß, zu dünn, zu dick...." und dergleichen mehr auf sie ein. Cut. Nächster Sager: "Morgen ist ein großer Tag für dich, an dem sich entscheidet, ob du aufsteigst oder untergehst!" Super vor dem Hintergrund der ersten elterlichen oder lehrerlichen – wer weiß – Erniedrigungen. Schule und was in ihr und für sie gelernt wird/werden muss wird in der Folge von den Johannas in Frage gestellt. "ich frag mich, wann mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung endliche einmal die Wahrscheinlichkeit berechnet wird, wie oft man die im Leben auch wirklich braucht!" Konterkariert wird das schulische Wissen mit lebenspraktischen Herausforderungen, beispielsweise in Liebes- und Freundschaftsdingen. Oder im Fall von Bewerbungsschreiben – wo die Anforderungen – jung und doch jedenfalls schon viel praktische Erfahrung haben zu sollen, wie sie im Wirtschaftsleben immer häufiger vorkommt – thematisiert werden.
Aufbruch oder Mittelmaß?
Vom Aufbruch der selbstbewussten, außergewöhnlichen Jeanne d'Arc, die den französischen König auffordert, ihr Soldaten zu geben, damit sie gegen die Engländer in die Schlacht ziehen kann, wird der Bogen zur heutigen Johanna geschlagen, die sich fragt, wofür es sich heute überhaupt lohne in den Kampf zu ziehen. Und die fast schon resignierend feststellt: "Mittelmaß ist die neue Religion!", um sich dann doch wieder aufzuraffen und zu rufen: "Hallo Welt, ich will dich verändern!". An dieser Stelle klingt das allerdings noch ein bisschen ironisch. Nach einem Diskurs über Religion und Glaube und dem Philosophieren über Realismus und Träumerei kommt sie zu guter Letzt - ähnlich dem Fabelwesen im Kinderbuchklassiker "Das kleine ich bin ich" - zum Schluss, einfach sie selbst sein zu wollen. Johanna beschließt am großen Tag der Entscheidung, den Kampf um ihr Leben anzunehmen. (Kurier)

Warum nicht einmal (wieder) Johanna von Orleans? Das Stück im Dschungel Wien taugt überraschend gut zur Chiffre für Mädchen von heute.
Gemäß dem Motto, dass es nicht immer Hildegard von Bingen und ihr Alternativ-Esoterik-Schweif sein muss, wenn man feministisch die Geschichte durchkämmt, hat Cornelia Rainer (Text/Regie) ein namensgleiches Stück verfasst. Wobei, und dies gelingt dem Stück sehr gut: Die gegenwärtige Brisanz der Johanna liegt ZURÜCK im historischen Handeln ("Engländer aus Frankreich vertreiben"), als in ihrer merkwürdig faszinierenden Entscheidung- und Glaubensstärke.
Vier Mal tritt dem Zuseher dieses schlichte Mädchen entgegen: Sophie Aujesky, Sophie Behnke, Anna Lisa Grebe und Louise Knof stellen, ident gekleidet, die Facetten dieses Bauernmädchens dar: wild, zögernd, zweifelnd und zuletzt sehr klar. Johanna, die auch Andrea, Jessica oder Katrin heißen könnte, ist dahingehend sehr gegenwärtig, als im multimedialen Alltag die Frage nach dem "Ich", der Mut zur eigenen Identität, zum Glauben an eine Sache konstant wichtig ist. Auch ohne "Engländer vertreiben." Mit wenigen Requisiten – ein Pferdekopf, ein kindliches Holzschwert, Sonnenbrillen, eine Kettenhaube – entwickelt Rainer eine Dramaturgie, die problemfrei die insgesamt 75 Minuten durchhält. "Johanna", ist eine überraschend gute Chiffre für Mädchen von heute. Ab elf Jahren. (The Gap)

Tapfere Johanna erobert Dschungel Wien
Die Geschichte der Jungfrau von Orleans Elfjährigen von heute schmackhaft zu machen, das klingt nach keiner einfachen Aufgabe. "Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wofür sie heute stehen könnte: für Mut, Selbstvertrauen, Hoffnung, Glaube, Selbstbestimmung... Auf einmal hatte ich ein ganzes Paket an Themen. Da habe ich mir dann sehr leicht getan", erläutert Cornelia Rainer ihre Entscheidung: "Wir holen Johanna in die Gegenwart." Die junge Regisseurin hat das Projekt des Dschungel Wien kurzfristig von Holger Schober übernommen. Herausgekommen ist "Johanna", ein Monolog für vier Frauenstimmen. Am Donnerstag, den 25. April, ist Uraufführung.

Rainer auf der Erfolgswelle
2012 war für die 1982 in Lienz geborene Theaterfrau ein starkes Jahr. Mit ihrem Stück "Lenz" startete sie beim Young Directors Project (YDP) der Salzburger Festspiele. "Das war eine riesengroße Erfahrung, die ich keine Sekunde missen möchte. Der Druck ist dort ein völlig anderer, die internationale Aufmerksamkeit auch", meint Rainer im Gespräch mit der APA. Es habe Kritiken "in der Bandbreite von ganz schlecht bis zur Hymne" gegeben, und dass es zum Preis nicht gereicht habe, sei keine Enttäuschung gewesen, versichert sie. Im Herbst folgte Shakespeares "Sturm" am Stadttheater Klagenfurt. "Jede Arbeit ist immer ein nächster Schritt. Es geht kontinuierlich weiter."

2013 ganz im Zeichen der Kinder und Jugendlichen
Das heurige Jahr steht bei Rainer ganz im Zeichen von Kinder- und Jugendtheaterprojekten. Nach "I Wanna Be (Made)" ist "Johanna" ihr zweites Stück am Dschungel Wien. Im Mittelpunkt stehen Gedanken junger Frauen, die überlegen, wie es wäre, aus dem Korsett der schulischen und familiären Fremdbestimmungen auszubrechen. Sie fragen sich: Wozu lohnt es sich heute noch zu kämpfen? Woran glaube ich? Wo liegen meine Grenzen? Was ist im Leben wichtig für mich?
Johanna erobert den Dschungel
Dabei kommen sie auf die historische Figur der Johanna von Orleans (1412-1431), die während des Hundertjährigen Krieges die Franzosen gegen die Engländer anführte, gefangen genommen und als Ketzerin verbrannt wurde. Cornelia Rainer hat längere Zeit in Frankreich gelebt und gearbeitet. Dort bekam Jeanne d'Arc die Rolle einer Nationalheiligen. "Zu ihrem Gedenken marschiert Le Pen immer mit seinem Front National auf. Dadurch wird sie sehr mit dem rechten Lager in Verbindung gebracht. Diesen Themenkomplex habe ich aber bewusst weggelassen."
Historischer Monolog für Kids
Ihr Stück sei auch als Monolog spielbar, für die Uraufführung habe sie die Rolle der Johanna auf vier junge Schauspielerinnen (Sophie Aujesky, Sophie Behnke, Anna Lisa Grebe und Louise Knof) aufgeteilt, erzählt Rainer: "Ich fand es sehr passend, das auf vier junge Frauen aufzuteilen, die selbst auf dem Weg sind - ein Pendant zu den Stimmen, die Johanna in sich hört." Zither-Spieler Karl Stirner sorgt für den musikalischen Teil des Abends. "Musik ist eine zentrale Konstante meiner Arbeit", sagt Rainer, die auch mit der Osttiroler Gruppe Franui immer wieder Auftritte absolviert. 2014 hofft die Regisseurin, größere Musiktheaterprojekte verwirklichen zu können. Und schon für kommenden Herbst ist eine Oper für Kinder und Jugendliche im Rahmen von "Wien Modern" im Gespräch. (APA) zurück

Der Sturm, 2012

"In diesen fragil wirkenden Klang- und Bildräumen verzichtet Rainer auf große Effekte zugunsten der Schauspieler, die sie in den Mittelpunkt rückt." weiterlesen "Rainer hat auf erfahrene Schauspieler gesetzt, die - allen voran Heinz Trixner und Heiner Stadelmann - immer wieder ihre Stärken aufblitzen lassen." (Kleine Zeitung)

"Rainers Regietheater in historischen Kostümen pendelt formal ständig zwischen Tradition und Moderne; inhaltlich bleibt eindeutig Prosperos Selbstfindungsprozess, der Kampf um Herrschaft über andere und über sich selbst. In Rainers Deutung ist dies ein Postulat für die Kraft, Gewalt und Macht der Gedanken, Welten zu erschaffen: Wir sind vom Stoff, aus dem die Träume sind, und unser Leben umfasst ein Schlaf." (Standard)

"Wissend, resignierend, im Auge des Orkans, Heinz Trixner, der im Prospero die ultimative Rolle seines Lebens gefunden haben dürfte." (Kärntner Tageszeitung) zurück

Jakob Michael Reinhold Lenz, 2012

"Fulminanter Lenz. A star is born, könnte man über Cornelia Rainer sagen, allerdings hat sie schon vieles gemacht, auch inszeniert, im Burgtheater-Vestibül, im Hamburger Thalia Theater. weiterlesen Dieser 'Lenz' besticht nicht nur durch Genauigkeit in der Milieuschilderung, großartig musikalisch untermalt mit alten Weisen ('Wer nur den lieben Gott lässt walten'), er ist ein Gesamtkunstwerk über eine wichtige Epoche Europas: ideenreich, aber nicht kopflastig, unsentimental, aber nicht steril-kalt, luftig, stimmig, klug." (Die Presse)

"Cornelia Rainer unternimmt in ihrem Stück Jakob Michael Reinhold Lenz das Wagnis, die Novelle Georg Büchners und die Lebensspuren des Dichters Lenz zu etwas Drittem zu verbinden. Ihre Inszenierung lebt vom Glauben an den Theateraugenblick, der nur dann entsteht, wenn Schauspiel, Raumatmosphäre und Musik unaufhebbar ineinandergreifen – und die beschworene Vergangenheit sich uns, den Nachgeborenen, öffnet." (Peter Kümmel, Jurymitglied des Montblanc Young Directors Project)

"Rainer zeigt - ohne Aufregung, aber eindrücklich und fein durchkomponiert - ein Leben, das zerbricht, weil für Wanderer auf der Suche nach einer Heimat für ihr Selbst, nur schwer ein Platz zu finden ist - wenn überhaupt. Dafür gab es langen, heftigen Applaus." (Salzburger Nachrichten)

"Cornelia Rainer hat mit ihrer Dramaturgin Sibylle Dudek nicht einfach die berühmte Büchner-Novelle auf die Bühne gebracht, sondern daraus, sowie aus Briefen Oberlins und aus Texten von Lenz eine eigene Spielfassung erarbeitet, die nicht vorgibt, das Rätsel lösen zu können, was das junge Genie einst umgetrieben hat, sondern seiner Verzweiflung Ausdruck gibt und ihm sein Geheimnis belässt. Langer Applaus." (APA)

"Ohne je plakativ zu sein, zeigt die Inszenierung, wie Hierarchie und Armut einst funktionierten. Auch bei guten Menschen. Das war die Falle, aus der Lenz sein Leben lang zu klettern versuchte – ohne jede Hoffnung. 1792 stürzte der ruhelose Außenseiter auf einer Moskauer Straße tot zu Boden." (Merkur Online)

"Cornelia Rainers "Lenz" Abend hat eine unbestrittene Qualität: Er ist sehr seltsam." (Süddeutsche Zeitung)

"Eine präzise episch berichtende Inszenierung. Eine virtuose Schizophrenie-Studie über das Zerbrechen an Ordnung, Vater und Gott." (Bayrische Staatszeitung)

"Rainer unterstreicht ihr Können, aus dem Gewöhnlichen, aus Suppenlöffeln und Kirchgang, einen eindringlichen Theaterabend zu komponieren. Am Ende – die brave Familie schickt Lenz weg, löffelt stumm aus ihrer ewigen Erdäpfelsuppe, räumt zusammen, was verwüstet wurde – liegt Lenz auf dem Boden: tot, vergessen. So lag er schon da als man in den Saal kam – im Schatten einer Achterbahn, mit der die 30-jährige Cornelia Rainer, schon bisher rasant unterwegs als Regisseurin, heftig in die Höhe schießt." (Salzburger Nachrichten)

"Angesichts der vielen läppischen Regiemoden heute ist Rainers Ansatz des respektvollen Umgangs mit Mensch und Thema eine Wohltat. Ihr und den "Montagnes" ist Mut zuzusprechen, auf ihrem Weg weiterzugehen." (Merkur Online)

"In Lenzes Kopf findet Harmonie keinen Klangraum mehr. Alles wird da Instrument." (Kurier)

"Viel Charisma gibt der Aufführung auch die Musik der rätoromanisch/schweizerischen Gruppe Schi-Lunsch-Naven: eine Soundinstallation von Sophie Hunger mit Live-Musikbeiträgen. Wenn der Schlagzeuger Julian Satorius mit seinen Schlägeln durch die Dekoration wirbelt und das Bühnenbild zum Klingen bringt - das sind starke Momente des kurzen Abends." (Drehpunkt Kultur)

"Für ihre stringente Inszenierung erntete die Osttiroler Regisseurin zu Recht tosenden Applaus." (SVZ) zurück

I WANNA BE (MADE), 2012

Guan Ming Tageszeitung in Peking, von Xinag Sheng Fang

"一台讲述中国故事,给奥地利学生励志的儿童剧,近日在维也纳博物馆区的儿童剧院上演,吸引了许多中小学生和家长。日前,我走进剧院时,门厅里挤满了跟着老师来的学生." weiterlesen

这台以《我的梦想》为主题的儿童剧,演出了9场,讲述的是中国姑娘纪阳的故事。

纪阳的梦想是当舞蹈家,在中国上了6年舞蹈学校。学校严格的纪律和训练,使她实现了到维也纳深造的梦想。在维也纳她遇到了一群中小学生,纪阳给他们讲了 自己儿时的梦想和故事,也听了他们每一个人的梦想。纪阳告诉他们,梦想不能只停留在空想,而要从现在做起,实现梦想是一个不断努力、不断攀登的过程。

《我的梦想》的编剧和导演科内丽亚·赖纳说,她创作该剧的想法始于2005年她对台湾的一次访问。她参观了那里的一个京剧班,看到京剧班的孩子纪律严 明、学习勤奋,尤其是每一个学生的表演能力,给她留下深刻印象。回来后,她先忙于奥地利几个艺术节的工作,但创作一部儿童剧的想法一直没有放下。去年,儿 童剧的创作完成后,她亲自到维也纳各学校挑选学生演员并亲任导演。

她说,当时有人建议她从现有的儿童演员中物色演员,但她为了突出该剧 的教育和励志效果,决定从普通学生甚至是"问题学生”中挑选演员。参加该剧演出的9个学生,最小的7岁,最大的14岁,全部来自维也纳5所普通学校。其中 有3个孩子的家庭和教育背景较好,其他孩子均来自社会最基层,来自德语不是母语的家庭。9个孩子分别来自印度、菲律宾、塞尔维亚、中国、匈牙利、奥地利等 不同国家。

在挑选小演员的过程中,从家长到老师,多数人都不相信这些孩子能站在舞台上,能背台词演戏。

科内丽亚说, 他们从去年10月开始排练,到正式演出,共排练了约7周。当时最大的挑战是孩子们不能集中精力,总是在不停地玩手机。有的家长表示,其孩子可能患有多动 症,集中精力不能超过2分钟。其次是这些小演员都是首次上台表演,刚走上舞台时有点手足无措。当家长们看了演出后,许多家长不相信这是自己的孩子。小演员 列昂的家长激动得流下眼泪,感谢导演帮助教育自己的孩子,同时也流露出某种惭愧。这些小演员的同班同学看了演出后,也改变了原先的看法,看到了他们闪光的 一面。

在剧中扮演女主角的是在维也纳学习舞蹈的中国姑娘纪禹同。她扎实的舞蹈功底和刻苦的求学态度,不仅使她在2010年和2011年的克罗地亚国际舞蹈比赛中2次获奖,更使她成为本剧女主角的不二人选。

本剧的特点是中国的文化元素多,有京剧武打、川剧变脸、民族舞蹈"长绸舞”、"扇子舞”,还有太极拳等。在排练中,这些小演员对中国文化感到既新鲜,又 好奇,无意中改变了一些他们的日常习惯。正是这种兴趣,化作了学习动力,他们很快背下了台词,还学了几句中文。纪禹同说,要想让演出感染别人,先得感染自 己。小演员们在排练中改变了自己,在演出中汲取了力量,明确了人生目标,懂得了梦想要靠自己的努力去实现。

舞台上的纪阳已经6年没回中 国了,梦想实现后,她要回国了。然而,她已成为舞台下众多学生的偶像和朋友。许多看了她演出的学生给她的微博留言,感谢她带来了精彩的演出,更感谢她展现 的刻苦求学的精神。"阳,再见!”喊出了维也纳学生对纪阳所展现的"中国精神”的留恋。(记者 方祥生)

Xinhua, Tageszeitung in Peking

一部以"梦想” 为主题的儿童话剧《我的梦想》在奥地利首都维也纳的"维也纳丛林儿童剧院”上演。话剧讲述梦想和实现梦想的故事,受到小观众和家长老师们的欢迎。该剧导演 为柯内莉亚・莱纳。《我的梦想》以一位来自中国的舞者杨(Yang)的奋斗经历为主线,通过她与9位怀着不同梦想的孩子们的对话互动,表现为梦想奋斗这一 主题。剧中融合了京剧、武术、葫芦丝、扇子舞等丰富的中国元素,饰演Yang的是在奥地利学习舞蹈的中国留学生纪禹同,而小演员则都是没有任何舞台经历的 普通孩子。

图为3月9日,在奥地利首都维也纳的"维也纳丛林儿童剧院”,杨(Yang)(纪禹同饰)在话剧开始时表演变脸。

新华社记者 徐 亮摄


Morning News auf Xin Hua Shi Pin
Sendungsname Xin Wen
Sendungsdatum: 12. März 2012, Zheng Dian

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Richard II, 2009

"Solo eines Königs lautet der Untertitel der Textfassung von Regisseurin Cornelia Rainer und Dramaturgin Susanne Meister, der zugleich das Konzept eines großen Abends verkündet." (Die Welt) weiterlesen

"Dieser eine Mann ist hier ein ganz, großes Theater." (Frankfurter Allgemeine)

"Die sehr junge, seit 2005 als Regieassistentin am Wiener Burgtheater tätige Cornelia Rainer hat dem Burg – (und früher mal auch) Thalia-Star Sven Eric Bechtolf offenbar so viel Vertrauen eingeflößt, dass er den Kraftakt riskiert hat. Das "Solo eines Königs" ist ein Vorschlag und kein schlechter. Brechts altes (und gutes) Fragespiel, ob wir Shakespeare bearbeiten können (Antwort: Ja, WENN wir es können!), wird äußerst positiv beschieden." (Deutschlandfunk)

"Es war ein rauschender Empfang: Sven Eric Bechtolf kehrte nach gut zehn Jahren ans Thalia Theater zurück: als Richard II. Das macht Ex-Burg-Schauspieler Becholf so überzeugend, dass es als Belohnung anhaltenden Applaus gibt." (Bildzeitung)

"Der anderthalbstündige Abend begeisterte die Zuschauer, die atemlos folgten." (Hamburger Abendblatt) zurück

explodiert, 2009

"Das untrügliche Tempogefühl, das Rainer 90 Minuten lang beweist, sowie die erstaunliche Prägnanz, mit der sie selbst kleine Szenen gestaltet, lässt keinen Zweifel daran: mit dieser Regisseurin ist zu rechnen." (Nachtkritik) weiterlesen

"Cornelia Rainer ist eine Jungregisseurin, deren theatralisches Formgefühl zu schönsten Hoffnungen berechtigt, die den Raum immer mit Witz und Verstand füllt und manchmal mehr als der Autor zu wissen scheint, was sie mit jeder Figur anfangen kann und soll."(Der Neue Merker)

"Cornelia Rainer, seit drei Jahren Regieassistentin an der Burg, wagte sich mit feinem Ohr für Tempo und lebenswahre Dialoge an das wackelige Textgerüst." (Wiener Zeitung) zurück

Nur ein Gesicht, 2008

"So viel gemeinsamen Atem erlebt man selten. Hier wurde mit großem Respekt und Engagement für die Sache gearbeitet. Ein Abend, der nachwirkt. Lang anhaltender Schlussapplaus, Bravo-Rufe und eine musikalische Zugabe beendeten den kurzweiligen KAZ-Auftakt." (Vorarlberger Nachrichten) weiterlesen

"Denn bei aller Verfremdung – auch die Kostümierung der Darsteller ist dezent skurril – wirkt das Ganze so aufrichtig, so berührend, so unverstellt, dass es von Beginn an mucksmäuschenstill ist im Raum." (Südkurier)

"Under the direction of Cornelia Rainer, the readings run the gamunt of human emotions, but loss of a partner and nostalgia for bygone times are recurring themes. The texts are mesmerizing, enough to bring you to tears and then make you laugh out loud. "Nur ein Gesicht” is not an opera, nor is it a musical or a concert. What it is is vastly entertaining, enchanting and bittersweet." (Opera news online)

"Das szenische Konzert «Nur ein Gesicht» war ein berührender Auftakt der zeitgenössischen Programmschiene «Kunst aus der Zeit». Ein wunderbar melancholischen Abend." (Allgäuer Zeitung)

Ein außergewöhnlicher Abend. (Schwäbische Zeitung)

"Lachen und Weinen sind ganz nah beieinander. Geglückte Liebe Im Kontext zur Musik sprechen ältere Menschen aus dem Raum Bregenz als Laiendarsteller − quasi aus dem Publikum heraus − berührende, einfühlsame Texte, die sich retrospektiv verdichten zu berührenden Lebens- und Liebesgeschichten." (Standard) zurück

plus null komma fünf windstill, 2008

"Viel plaudern und nichts sagen ist auch eine Kunst. Jungregisseurin Cornelia Rainer, die schon bei ihrem selbstverfassten Stück Heimfindevermögen, Furore machte, überhöht die Sprachlosigkeit ohne theatralische Effekte. Ein besonderer Theaterabend." (Kronenzeitung) weiterlesen

"Cornelia Rainer interpretiert das Erfolgsstück der finnischen Autorin Maria Kilpi als Wechselspiel zwischen Distanz und Nähe. Die Protagonisten ähneln Sprachrobotern, die sich einen heftigen Schlagabtausch liefern und dennoch aneinander vorbei reden. Cornelia Rainer liefert eine überzeugende österreichische Erstaufführung. Das Publikum dürfte dies, gemessen am Applaus, genauso empfunden haben." (Wiener Zeitung)

"plus null komma fünf Windstill liefert nicht nur den Wetterbericht, sondern ein Panorama des Verschweigens, der stockenden Dialoge und der Entfremdung zwischen den Generationen. Auf den schmalen Sesseln des Burgtheater Vestibüls erweist sich die körperliche Nähe zum Sitznachbar schließlich als ebenso beklemmend wie die Distanz zwischen den Bühnenfiguren." (Falter) zurück

Heimfindevermögen, 2007

"Ein überzeugender Abend, in einem behutsamen Erzählton voller Einfachheit." (Kronen Zeitung) weiterlesen

"Cornelia Rainer’s Text, aus zahlreichen Gesprächen gespeist, ist durch die Banalität des Alltags oft spröde, durch Metaphern des Wartens und Wiederkehrens zugleich leise und poetisch." (Wiener Zeitung)

"Wir wollen nicht zu viel verraten aber am Ende rückt Frau Rainer dann auch noch mit einer fast Rimini-artigen Überraschung heraus. Gutes Ende. Tauben sind vielleicht gar nicht so blöd." (Falter) zurück