Theater Montagnes Russes

TMR/ Theater Montagnes Russes ist eine Theaterkompanie mit Sitz in Wien und wird von der Regisseurin Cornelia Rainer geleitet. Die Theatercompanie ist in Österreich und international vertreten.
Michael Obex, Festival d'Avignon 2016

„Montagnes Russes“ so bezeichnet man in Frankreich Achterbahnen. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „russische Berge“. Einer Überlieferung nach wurde eine Urform der Achterbahn in der russischen Berglandschaft erfunden, wo man Pisten vereiste, um so noch abenteuerlichere Fahrten zu ermöglichen.

Die Produktion „Lenz“ war eine Auftragsarbeit der Salzburger Festspiele/ Young Directors Project 2012. Sie spielte in einer Holzachterbahn und gibt der Companie ihren Namen. Im Sommer 2016 wurde die Produktion „Lenz“ in einer Neuinszenierung zum 70. Festival d’Avignon (IN) nach Frankreich eingeladen und am Spielort Cours-Saint Joseph aufgeführt.

TMR/ Theater Montagnes Russes produziert Roman- und Stückadaptionen, Stückentwicklungen, Uraufführungen zeitgenössischer Theatertexte, Musiktheaterproduktionen und Filmprojekte für die heimische und internationale Theater- und Filmszene. Das künstlerische Team versammelt für jedes Projekt GastinterpretInnen aus dem Bereich Theater, Tanz, Film und Musik, und entwickelt Projekte auf internationalem Niveau. Das gesamte Ensemble wird aktiv in den Recherche- und Entwicklungsprozess eingebunden: Psychologische Prozesse werden in atmosphärisch aufgeladenen Raumbildern sprachlich, musikalisch und körperlich erfasst.

 

 


TMR/ Companie

 

 

Cornelia Rainer

1982 in Lienz/ Osttirol geboren, Regisseurin, Autorin, künstlerische Leitung von TMR/ Theater Montagnes Russes. Cornelia Rainer studierte Theaterwissenschaft, Französisch und Philosophie an der Universität Wien und an der Nouvelle Sorbonne, klassischen Sologesang an der Ecole Nationale de Musique de Pantin und am Konservatorium für geistliche Musik in Wien. Neben ihrem Studium absolvierte sie internationale Theaterateliers bei Peter Brook am Théâtre Bouffes du Nord, bei George Banu, Marina Abramovic und Jan Fabre. Sie war Gaststudentin beim Théâtre du Mouvement in Paris und an der Peking Oper Schule in Taiwan. Regiehospitanzen führten Sie u.a. an das Thalia Theater Hamburg bei Andreas Kriegenburg. Von 2005 bis 2009 war sie Regieassistentin am Burgtheater Wien, wo sie u.a. Stefan Bachmann, Sven-Eric Bechtolf, Karin Beier, Jan Bosse und Andrea Breth assistierte. In dieser Zeit entstanden ihre ersten Inszenierungen, u.a. ihr eigenes Stück "Heimfindevermögen" im Burgtheater Kasino.

Seit 2009 ist sie freie Regisseurin und inszenierte, u.a. am Thalia Theater Hamburg, bei den Bregenzer Festspielen, beim Festival Wien Modern und im Theater Dschungel Wien, bei den Tiroler Festspielen Erl, am Stadttheater Klagenfurt, bei den Raimundspielen Gutenstein, an der Philharmonie Luxemburg, am Theater an der Wien/ Hölle, bei den Salzburger Festspielen/Young Directors Project und am Burgtheater Kasino. Ihre Inszenierungen gastierten am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Akademietheater Wien. 

Mit ihrer Theatercompanie Theater Montagnes Russes (TMR) ist sie in der heimischen und internationalen Theaterszene vertreten, u.a. war sie mit ihrer Neuinszenierung "Lenz" nach Georg Büchner zum 70. Festival d’Avignon 2016 eingeladen. In der Spielzeit 2017/18 gastierte die Companie erstmals am Théâtre du Point in Paris.

Cornelia Rainer bringt Romanadaptionen, klassische Stückbearbeitungen und eigene Stücke auf die Bühne: Ihre Inszenierung "Johanna" - ausgezeichnet mit dem Outstanding Artist Award 2014 -  wird in der Spielzeit 2018/2019 am Centre Dramatique National in Rouen in Frankreich erstmals in einer französischen Version uraufgeführt. 

Lehraufträge führten Cornelia Rainer an die Universität für Angewandte Kunst in Wien, zum Impulstanzfestival Wien, an die Musikuniversität Graz und an das Privatkonservatorium der Stadt Wien. Seit Oktober 2017 leitet sie das TMR/ International Masterclass Program und die TMR/ Theaterakademie. Cornelia Rainer lebt in Wien.

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Matthias Mamedof

1979 geboren, Schauspieler. Matthias Mamedof absolvierte die Skischule Stams als Skispringer und anschließend seine Schauspielausbildung am Wiener Konservatorium. Er hatte zahlreiche Engagements u.a am Theater der Jugend in Wien, am Dietheater Künstlerhaus, am Hamakom Nestroyhof. Von 2009 bis 2015 war er Ensemblemitglied des Wiener Volkstheaters. Dort spielte er zahlreiche Hauptrollen, u.a. Kilian & Herman Blau („Der Färber und sein Zwillingsbruder“), Erich Collin („Die Comedian Harmonists“), Sigmund Sülzheimer („Im Weißen Rössl“), Christopher Boone („ Supergute Tage „), Sosias („ Amphitryon"), Camille Chandebise („ Floh im Ohr"), ETA Hoffmann, („ Der Nussknacker"), Florian („ Der Diamant des Geisterkönigs"), Rappelkopf (Der Alpenkönig und der Menschenfeind"). Matthias Mamedof wurde für zahlreiche Auszeichnungen nominiert, u.a. 2007 und 2015 für den Nestroypreis in der Kategorie „Bester Nachwuchs“, 2012 mit dem Dorothea Neff Award in der Kategorie „Bester Nachwuchs“. 2015 erhielt er den Dorothea Neff  „Publikumspreis“. Matthias Mamedof lebt in Wien.

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Stephan Lack

1981 in Wien geboren, Autor, Übersetzer, Dramaturg. Stephan Lack studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und war Student an der Hoogeschool in Utrecht und der University of Amsterdam. Von 2003-2005 war er Teilnehmer des neuen Schreibprojekts am Burgtheater in Wien. Mit seinem ersten Stück „Verschüttet“ gewann er 2006 den Niederösterreichischen Dramatikerpreis. 2007, 2011 und 2015 erhielt er außerdem das Dramatikerstipendium des Österreichischen Bundesministerium für Kunst und Kultur, sowie 2009 das Literar Mechana Stipendium und das Wiener Dramatikerstipendium.
Stephan Lack wurde zur Teilnahme an den Werkstatttagen 2007 am Burgtheater Wien eingeladen. 2008 wurde sein Stück „Lichtscheu“ am Burgtheater Wien uraufgeführt.  Mit „Insel der Pelikane" war er zum Theaterstückworkshop des Berliner Stückemarkts 2009 und mit „Verfassung der Strände“ zum Heidelberger Stückemarkt 2011 eingeladen. „Verfassung der Strände“ war 2012 auch die Eröffnungsproduktion des Heidelberger Stückemarktes.Stephan Lack hat zahlreiche Auftragsarbeiten für Theater geschrieben, darunter zwei Stücke für die Sommerspiele Melk, „Odyssee“ und „Bartholomäusnacht“, die Romanadaption „Die Schüsse von Sarajevo“ für das Theater an der Josefstadt, die Goethe-Fortschreibung „Stella entscheidet sich (endlich)“ für das Landestheater Niederösterreich, oder die Shakespeare-Überschreibung „Hamlet, Ophelia und die anderen“ (zusammen mit Cornelia Rainer), das 2017 im Burgtheater Wien uraufgeführt wurde.

Darüber hinaus schreibt er Theaterstücke für Kinder und Jugendliche, arbeitet als Übersetzer (Niederländisch), als Kulturjournalist und als Kreativschullehrer. Stephan Lack lebt in Wien.

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