Cornelia Rainer

Theater Montagnes Russes

Cornelia Rainer, (geb. 1982 in Osttriol/ Lienz) ist als Regisseurin für Theater-, Film-,und Musiktheater in Österreich und international tätig. Bereits während ihres Studiums inszenierte sie am Burgtheater Wien, bei den Bregenzer Festspielen /KAZ und am Thalia Theater Hamburg. Mit ihrer Inszenierung LENZ  bei den Salzburger Festspielen / Young Directors Project (2012) war sie im Jahr 2016 zum 70. Festival d’Avignon eingeladen.
 

UNVERSITÄRE UND MUSIKALISCHE AUSBILDUNG

Cornelia Rainer studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie und Französisch an der Universität Wien, an der Sorbonne Nouvelle Paris und an der Université Saint Denis Paris. Im Rahmen ihres Maitrise Pratique Studiums in Paris absolvierte sie internationale Theaterateliers bei George Banu am Institut Théâtrale an der Sorbonne Nouvelle, bei Peter Brook am Théâtre Bouffes du Nord und bei Marina Abramovic und Jan Fabre beim Festival Avignon. Wichtige Ausbildungs-und Forschungsstationen waren Seminare mit dem Théâtre du Mouvement und am Institut des Sourds-Muets in Paris und ihr Aufenthalt als Gaststipendiatin an der Internationalen Peking Oper Schule in Taiwan. Ihr Studium absolvierte sie 2012 an der Universität Wien bei Dr. Monika Meister mit der Diplomarbeit Präsenz inszenieren, wo sie Inszenierungs- und Verkörperungsverfahren auf Basis der philosophischen Arbeiten von Hans Ulrich Gumbrecht, Dieter Mersch und Martin Seel erforschte.

Seit ihrer Kindheit und Jugend erhielt Cornelia Rainer eine musikalische Ausbildung in den Instrumenten Oboe, Klavier und Gesang. Sie studierte klassischen Sologesang an der Ecole National de Musique in Pantin bei Blandine Saint Sauveur sowie Lied und Oratorium am Konservatorium für Sakrale Musik in Wien bei Barbara Kayetanowicz und Peter Thunhart.

 

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Nach ersten Regiehospitanzen bei den Tiroler Festspielen Erl in Tirol, am Théâtre de l’Atalante in Paris und am Thalia Theater Hamburg bei Andreas Kriegenburg war sie von 2005 bis 2009 als Regieassistentin am Burgtheater Wien u.a. bei Stefan Bachmann, Sven-Eric Bechtolf, Karin Beier, Jan Bosse und Andrea Breth tätig. In dieser Zeit brachte sie ihre ersten Inszenierungen in dem von Karin Bergmann initiierten Nachwuchsformat Spieltriebe auf die Bühne, u.a. ihr eigenes Stück, den Monolog Heimfindevermögen mit Cornelius Obonja.  

 

INSZENIERUNGEN

Cornelia Rainer inszenierte am Thalia Theater Hamburg, am Burgtheater Wien, bei den Bregenzer Festspielen/Kunst aus der Zeit, bei den Salzburger Festspielen/Young Directors Project, beim Festival Wien Modern und im Theater Dschungel Wien, bei den Tiroler Festspielen Erl, am Stadttheater Klagenfurt, bei den Raimundspielen Gutenstein, an der Philharmonie Luxemburg, am Theater an der Wien/ Hölle, an der Oper Trier und am Centre Dramatique National de Rouen in Frankreich. Gastspiele ihrer Inszenierungen führten sie zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen, ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg und ans Akademietheater Wien. Immer wieder produziert(e) Cornelia Rainer auch mit ihrer eigenen Theatercompagnie TMR/ Theater Montagnes Russes internationale Inszenierungen, u.a. Lenz  (UA Salzburger Festspiele/ YDP 2012), mit der sie 2016 zum 70. Festival Avignon eingeladen war. Die Produktion wurde von der Tageszeitung La Liberation als Entdeckung gefeiert. 

 

LEHR-UND JURYTÄTIGKEIT

Cornelia Rainer war von 2013-2015 Gastdozentin am Privatkonservatorium Wien, beim Impulstanz Festival Wien und an der Musikuniversität Graz.
Seit 2017 ist sie Jurymitglied des Bundesministeriums für Kunst und Kultur in der Abteilung Musik und Darstellende Kunst.

In Wien leitet sie das TMR/ International Masterclass Program und die TMR/ Theater-und Filmakademie für Kinder und Jugendliche, wo sie die wesentlichen Arbeitsfelder ihrer Theatercompanie weiterentwickelt und verbindet: Künstlerische Produktion, Kunst- und Kulturvermittlung, Masterlass- und Akademieprogramm und angewandte Forschung.

 

AUSZEICHNUNGEN UND STIPENDIEN

Für ihre Inszenierung Johanna wurde sie 2014 vom Bundesministerium für Kunst-und Kultur mit dem Outstanding Artist Award ausgezeichnet. Die Produktion war auch für den Stella.Darstellender Kunst Preis für junges Publikum nominiert. Ihre Inszenierung Lenz war im Wettbewerb des Montblanc Young Directors Award der Salzburger Festspiele. Des Weiteren erhielt Cornelia Rainer diverse Förderauszeichnungen, u.a. 2013 den Förderpreis des Bundesministeriums für Kunst und Kultur,  das Literatur-Arbeitsstipendium des Bundesministeriums für Kunst und Kultur (2012) und für die Übersetzung des Stückes Ce qui nous reste du ciel von Kevin Keiss das Französisch-Übersetzungsstipendium des Bundesministeriums für Literatur (2019). 

 

Cornelia Rainer lebt mit ihrem eineinhalbljährigen Sohn und ihrem Mann in Wien. 
 

www.corneliarainer.com
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